FORTBILDUNG DER BABY-HILFE ZÜRICH

FORTBILDUNG in  der therapeutischen Begleitung und Beratung von Eltern mit Babys und Kleinkindern (0-6) - Frühe Entwicklung in Beziehung

Im Eltern-Kleinkind-Bereich herrscht ein Fachkräftemangel. Die baby-hilfe Zürich möchte dem entgegenwirken. Wir bieten Fortbildungen für spezialisierte Fachleute an und geben unsere Erfahrungen und Wissen an die nächste Berufsgeneration weiter.

Zielgruppe

Sie verfügen über eine Beratungs- oder Therapieausbildung oder begleiten seit geraumer Zeit Fachpersonen oder Eltern mit Babys und/oder kleinen Kindern.

Unsere Module eignen sich besonders für Fachkräfte,

  • die direkt mit Kleinkindern und ihren Bezugspersonen psychotherapeutisch oder medizinisch arbeiten (ambulant oder stationär).
  • die Eltern oder Bezugspersonen mit anwesenden Kleinkindern beraten oder therapieren.
  • die im Kinderschutz arbeiten.
  • die Pflegefamilien mit Kleinkindern beraten/begleiten.
  • die in Kinderheimen seelisch verletze Kleinkinder betreuen.
  • die in Kinderkrippen oder Kitas arbeiten.

Das Know-How ist auch für Fachkräfte, die mit älteren Kindern und Erwachsenen arbeiten, zum Verständnis der therapeutischen Prozesse äusserst hilfreich.

Allgemeiner Aufbau

Unsere Fortbildung besteht aus einem Einführungsmodul (3 Tage) und anschliessendem Basismodul (4 Kurse à je 2 Tage) und Vertiefungsmodul (4 Kurse à je 2 Tage).

Im Einführungsmodul lernen Sie die Grundlagen zur Eltern-Kleinkindberatung und -Therapie und unsere Ausbildungsmethoden kennen. 

Entscheiden sie sich nach dem Einführungsmodul für die weitere Fortbildung (Basis- und Vertiefungsmodul), findet  ein persönliches Gespräch zwischen Ihnen und den Kursleiterinnen statt. Anschliessend ist die Teilnahme am Basismodul I (Kurse I bis IV) und dem Vertiefungsmodul II (Kurse V-VIII) verbindlich.

Kursinhalt und Daten

Einführungsmodul

Es geht um das Entwickeln eines tiefen Verständnisses für das Neugeborene, das Baby und das Kleinkind mit seinen pränatalen Erfahrungen, das sich in der Beziehung zu seinen nächsten Bezugspersonen schnell ändernden Entwicklungsaufgaben stellen muss. Dabei werden anhand von Erkenntnissen aus der Säuglingsforschung, aus der Familienforschung, der Bindungsforschung und den Neurowissenschaften die aktuellen Konzepte der frühen Kindheit erklärt. Im Fokus steht, wie der psychotherapeutische und beraterische Raum für Familien aufgespannt werden kann.

7./8./9.

November 2024

 Basismodul (nur als Block buchbar)                                                                                                                                                                 DATEN 2025   

Kurs 

I

Exzessives Schreien

Wenn Baby exzessiv schreien und die Familie erst am Werden ist oder gerade grösser wurde, kommen alle an ihre Grenzen. Es geht um die Erfassung psychosozialer Belastungsfaktoren – vor, während und nach der Geburt – und um ein vertieftes Verständnis für die innerfamiliären Interaktionsmuster. Dabei werden Interventionsmöglichkeiten an konkreten Beispielen differenziert besprochen.

10./11. Januar

2025

Kurs 

II

 Ein- und Durchschlafstörung, Dysfunktionale Regulationsdynamiken im Alltag

Wie entstehen Schlafstörungen und wie können dysfunktionale Regulationsdynamiken zwischen dem Baby und seinen nächsten Bezugspersonen verstanden werden? Wie werden  Ressourcen und Belastungsfaktoren aus der pränatalen, perinatalen und postnatalen Zeit  erfasst? Der Fokus liegt auf dem Aufbau prozessorientierter Interventionen im beraterischen oder psychotherapeutischen Setting.

20./21. März 2025

Kurs 

III

 Exzessives Trotzen, Klammern und die Bedeutung von Übergängen

Wie kann das Verhalten exzessiv trotzender und/oder klammernder Kleikindern verstanden werden und welche Konzepte eigenen sich, um die nächsten Bezugspersonen zu ermächtigen, wieder eine Position der Führung mit Feinfühligkeit zu finden? Die prozessorientierte Begleitung von Übergängen im Alltag der Familien in der Beratung und der Psychotherapie steht im Zentrum.

22./23. Mai   2025

Kurs 

IV

 Fütterstörungen und Stuhlproblematiken

Entwickeln eines vertieften Verständnisses für Fütterstörungen in der frühen Kindheit unter Einbezug der aktuellen Forschung in der frühen Kindheit und der langjährigen klinischen Erfahrung der Dozentinnen. Daraus ergeben sich Möglichkeiten der Intervention in Psychotherapie und Beratung, die anhand vieler konkreter Fallbeispiel der Dozentinnen und der Teilnehmenden vertieft werden.

28./29.August 2025
Vertiefungsmodul (nur als Block buchbar)                                                                                                                                                                              DATEN 2024                             
Kurs V

Kleine Kinder verloren in Haltlosigkeit und Brüchen: Verletzte „seelische Haut“ bei ganz kleinen Kindern pflegen und „flicken“  

Wenn Babys und Kleinstkinder Beziehungsabbrüche, Gewalt oder Vernachlässigung erleben: Woran erkennen wir ihre Not? Wie können wir ihre verletzte „seelische Haut“ in Begleitung, Beratung und Therapie pflegen und „flicken“?

 1./2. Februar        2024
Kurs VI

Spielunlust und und die Bedeutung von Übergängen (Zürcher Modell von AvD)

Wie können Kleinkinder, die sich nur schwer vertiefen können, exzessiv trotzen oder eine grosse Wut in sich tragen, in Anwesenheit der Eltern behandelt werden?

 4./5. April 2024

Kurs

VII

Regulationsstörungen behandeln, wenn Eltern psychisch verletzt sind

Im Fokus stehen die spezifischen Auswirkungen der verschiedenen Krankheitsbilder auf die Co-Regulation und die interaktionelle Dynamik.

 29./30. August  2024

Kurs

VIII

Gefährdete Entwicklung erkennen: Kinderschutz in der frühen Kindheit

Zusammenfassend werden störungsspezifische Erkenntnisse und Behandlungsansätze im Kleinkindesalter gemäss dem DC:0-5 entwickelt. 
Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Haltung gegenüber Kleinkinderfamilien in belastenden Situationen und dem Aufbau gezielter Interventionsmöglichkeiten in Psychotherapie und Beratung.

6./7. Dezember 2024

Dozentinnen

  • lic. phil. Anna von Ditfurth
  • Dr. med. Antonia Stulz
  • lic. phil. Sandra Rumpel

Fachliche Anerkennung

Von der SGKJPP Anerkennung von 6 Credits / Tag für Ärzt:innen.

Die Kursleiterinnen sind aktuell daran, Credits für weitere Berufsgruppen zu erlangen.

Ort
baby-hilfe-zuerich
Arterstrasse 24
8032 Zürich

In 10 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Stadelhofen erreichbar.

Uhrzeit
Jeweils 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr (1 Stunde Mittagspause)

8 Lektionen à 45 Minuten

Kosten

Einführungsmodul: CHF 720.- 

Basis- und Vertiefungsmodul: je CHF 2'200.-  (CHF 550.- Fr. pro Kurs)                                                         

Die Rechnungsstellung erfolgt jeweils pro Kurs (nicht pro Modul).

Wir erstatten die Kurskosten bei Absagen bis 4 Wochen vor Kursbeginn zurück - vorbehaltlich einer Pauschale von 10% für den administrativen Aufwand. Nicht besuchte Module der beiden Kurse können kostenfrei nachgeholt werden.

Anmeldung
Über unser Online-Formular oder per E-Mail an kontakt@baby-hilfe-zuerich.ch 

Der Kurs findet ab 10 und mit maximal 16 Teilnehmer*innen statt.

Falls Ihnen ein Modul der Kurse 1 oder  2 zeitlich nicht passen sollte, können Sie das Modul im nächsten Zyklus gerne nachholen.

Weitere Informationen zum Curriculum

Um Themen der frühen Kindheit vertieft zu bearbeiten zu können, werden wir

•die entwicklungspsychologischen, altersadäquaten Konflikte der Kinder von der Zeugung über die Geburt und die frühe Kindheit bis ins Kindergartenalter verstehen lernen.

•die Bedeutung der Mutterschaftskonstellation, der familiären Dynamik in der Triade und das interaktionelle Miteinander im Kontext der frühen Emotionsregulation des Kleinstkindes erfassen.

•die ggf. traumatischen Erinnerungsmuster aus der Geschichte des Kindes und/oder der Geschichte der Eltern und Grosseltern einbeziehen.

Wir lernen, Regulationsstörungen zu erkennen und zu behandeln um präventiv gedeihliche Entwicklung zu unterstützen.

Wir üben, über das Ungeborene, den Säugling, und das kleine Kind und seinen Kosmos, seine Bedürfnisse und seinen Beziehungsaufbau zu seiner Mutter und seinem Vater oder seinen nächsten Bezugspersonen in den Begleitungen/Beratungen/Therapien zu sprechen. Und wir erarbeiten, wie das Ungeborene und das kleine Kind und seine Mutter/sein Vater/seine Bezugspersonen Erfahrungen machen, die später als Erinnerungsmuster wieder erzählt werden können – besonders, wenn sie als schwierig erlebt wurden.

Neben der Wissensvermittlung geht es um die konkrete psychotherapeutische oder beraterische Arbeit mit den Familien mit Kleinkindern. Es geht um unsere Haltung diesen jungen Familien gegenüber und das Einüben «kunsthandwerklicher» Fertigkeiten, «Beziehung», «Triade», «transgenerationelle Erfahrungen» und «gedeihliche Entwicklung der 0-6 Jährigen» in den Fokus zu nehmen.

Jedes Modul in unserem Fortbildungsangebot besteht aus wissenschaftlich fundierten Fachinputs, unseren Erfahrungen aus der Praxis  und Fallbesprechungen der Teilnehmer*innen. Wir integrieren verschiedene Ansätze aus Theorie und Praxis.

Methode: Theoretischer Input, Videobeispiele, Kleine Fallgeschichten, Selbsterfahrungssequenzen. Eigene Fälle der Teilnehmer:innen in Kurs 1 und 2 mit oder ohne Videos sind sehr erwünscht (bitte anmelden).

Mehr Informationen zur baby-hilfe zürich finden Sie hier.